Somatisches Lernen


Mein Körper lernt durch Berührung.
Meine Zellen können neue Informationen speichern!
Mit jeder stimmigen und liebevollen Massage verändert sich mein Körper hin zu mehr Genuss, mehr Hingabe, mehr Vertrauen, mehr Entspannung, mehr Frieden, mehr Lebensfreude, mehr Akzeptanz, mehr Raum, mehr Verbindung, mehr Präsenz, mehr Leichtigkeit, mehr Muse, weniger Widerstand und Blockaden…das braucht viele positive Wiederholungen, Geduld und Erfahrungen.
Ich liebe somatisches Lernen – ich bin voll der somatische Typ! Wahrnehmen, Spüren, Fühlen, Denken und Handeln.
Dieser Lern Typ war zu meiner Schulzeit noch nicht bekannt und auch nicht erwünscht…mein Hirn war unter Dauerstress und Versagensangst. Heute weiss ich, – das Körpergedächtnis lernt immer – im negativen und im positiven Sinne! Alle Sinneseindrücke hinterlassen Abdrücke im Nervensystem. Während sich Erfahrungen wie Angst meist unbewusst als blockierende Anspannung im Körper manifestieren, sucht somatische Körperarbeit ganz gezielt nach neuen Körpererfahrungen, Bewegungsfreiheit und einem ausgeglichenen Körpertonus.
Mit den Erkenntnissen der Neuro-Forschung begann für mich ein neues Kapitel in meinem Leben. Als dieses Wissen langsam zu mir durchgedrungen ist, konnte ich mich mehr und mehr annehmen, hatte nicht mehr das Gefühl etwas mit mir und meinem Hirn sei falsch. Der Kampf gegen mich und meinen Körper war endlich zu Ende und eine Freundschaft und Liebesbeziehung begann…

Somatisches Lernen beruht auf dem engen Bezug des Lernens zum Körper. Während kognitives Lernen vorwiegend auf gedanklicher Ebene erfolgt, arbeitet somatisches Lernen mehrdimenisonal und bezieht mehrere Gehirnregionen ein, die wiederum mit dem gesamten Körper und seiner Umwelt vernetzt sind. Somatisches Lernen umfasst die Ganzheit einer Person und erfolgt langsam, tiefgründig und nachhaltig.

Unser Körper denkt, handelt und trifft Entscheidungen. Das meiste davon bleibt im Unbewussten verborgen. Bewusstheit ist wie ein Licht, das einen kleinen Teil der unbewusst ablaufenden Prozesse an die Oberfläche bringt.

Mehr als 90% der Nervenzellen sind für „unbewusstes Denken“ (Körpergedächtnis) und weniger als 10 % für bewusstes Denken/Handeln verfügbar. Je mehr ein Körper im Gleichgewicht ist, desto mehr Neuronen sind frei für bewusstes Wahrnehmen. Je besser unser Körper ausgerichtet ist und je balancierter unser Haltungstonus ist, desto freier ist unser Kopf.

Darum sind für mich Berührung und Massagen so wesentlich und wichtig: Weil ich in einer Gesellschaft aufgewachsen bin, die dieses Wissen nicht hatte, die keinen Wert darauf legte und den Körper abgewertet hat – vorallem den Weiblichen. Das alles hat mich tief erschüttert und geprägt.
Ich möchte, dass jedes Baby liebevoll massiert wird, jedes Mädchen einen sinnlichen und sinnvollen Übergang zur Frau erlebt, jede Frau Vertrauen in ihren Körper rund um die Geburt hat und später sich selbst als wertvollen Menschen mit einem geliebten Körper erleben kann!

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