Traumasensible Körperarbeit


Sinn und Zweck meiner Körperarbeit:

Den Körper als weiblichen Erfahrungsraum erforschen, wertschätzen und für das Wohl selbstverantwortlich sorgen.

Körperwahrnehmung, Entspannung, Genuss und Sinnlichkeit in Form von Berührung und Massagen geniessen.  

Dies kann hier eine sanfte, entschleunigte, würdevolle und traumasensible Unterstützung für dich sein.

Traumas Durchweben unser Dasein. Sie liegen noch grossflächig im Dunkeln und sind eingewoben in alle unsere Lebensbereiche, werden vererbt und weitergeben, betreffen und formen unseren Körper, unsere Gesellschaft und Kultur.

Oftmals ist es ein langer Leidensweg, der Körper versucht mit höchster Kraft die Balance im Leben zu halten. Und dann kann es einfach zu viel sein:

  • Erschöpfung nimmt überhand
  • Anspannungen werden körperlich
  • der Alltag ist zuviel
  • alles geht zu schnell
  • die Wahrnehmung ist eingeschränkt
  • innere Leere
  • Körper reagiert unerklärlich heftig
  • Zweifel nagen
  • Hoffnungslosigkeit und Ängste plagen
  • Impulskontrolle geht verloren
  • schlafen wird schwierig

 

Was tun?

Sich informieren und Hilfe holen: im Internet, auf meiner Homepage, mit körperorientierten Therapien und Begleitungen, medizinischen und psychologischen Abklärungen. 

Es ist ein Weg, der Ausdauer, Geduld und viel liebevolle Aufmerksamkeit von sich selbst verlangt.

Durch meine eigenen Erfahrungen weiss ich:

Traumas sind Teil vom Leben und unserer Entwicklung und sie sind vorallem Teil von unserer Kultur! Und sie wirken sich spezifisch auf die Geschlechter aus. Ich begleite hier Frauen in ihren Prozessen.

Denn – wagen wir uns dort hin, erwartet uns mehr Lebendigkeit und ein Maß an unbekannter Freiheit, für das es sich lohnt diese Wege zu gehen. 

Wissen:

Generell sind Trauma Ereignisse oder Zeiträume aus der Vergangenheit die unser Nervensystem nicht verarbeiten konnte, weil sie zu heftig und überfordernd waren. Sie sind zwar als Ereignis vorbei, wirken jedoch hinderlich, als unterschiedliche Körperprozesse weiter in unser Leben hinein.

Das limbische System ist unser Stressverarbeitungssystem des Gehirns. Es ist für die Emotionen, die Selbsterhaltung und das Überleben zuständig. Es arbeitet immer, auch wenn wir schlafen und es hat eine direkte Verbindung zum autonomen Nervensystem. Zwei unterschiedlich arbeitende Teile dieses Systems sind bei der Verarbeitung emotionaler Reize wichtig: Amygdala und Hippocampus. Die beiden Systeme liegen anatomisch dicht beieinander und ergänzen sich in ihren Funktionen.

Die Amygdala bewertet ohne unser bewusstes Dazutun jedes aktuelle Ereigniss emotional, indem es dieses mit gemachten Erfahrungen aus der Vergangenheit vergleicht. Kommt sie zum Schluss, dass Gefahr droht, schüttet sie blitzschnell Hormone aus, um auf die Stresslage zu reagieren: schneller Herzschlag, Anspannen der Muskulatur, vermehrte Atmung usw.

Der Hippocampus hingegen ist der Teil des Verarbeitungssystems, der für die exakte Speicherung von Daten zuständig ist. Er ist sehr wichtig, wenn es darum geht, etwas Neues zu lernen und die Orientierung zu behalten. Der Hippocampus arbeitet ebenfalls autonom und speichert ständig die genauen Einzelheiten des Erlebten und den zeitlichen Ablauf der Ereignisse. Wenn dieser Hirnteil funktioniert, fühlt sich der Mensch klar. Wenn er nicht genügend arbeitet, hat der Mensch ein Speicherungs- und dadurch auch ein Verarbeitungsproblem. Leider kann der Hippocampus nur schlecht arbeiten, wenn viel Stress im Spiel ist. Bei starker Aktivierung der Amygdala blockiert er sogar ganz. Dieser Umstand erklärt, wieso Menschen unter starkem Stress nicht lernen und auch nicht rational denken und handeln können. Bei Frauen hat das zusätzlich einen sehr negativen Einfluss auf die Sexualität, Zufriedenheit und klar, auf die Gesundheit!

Ein traumatisches Ereignis oder lang anhaltende stressige Situationen und Lebensphasen übersteigen immer die Verarbeitungsmechanismen des Gehirns. Dadurch ist die gesunde, selbstregulierende Balance des Nervensystems von Entspannung (Parasympatikus) und Anspannung (Sympatikus) und den Hormonen ausser Kontrolle geraten.

Es gibt unterschiedliche Trauma-Arten.

Hier nur ein kurzer Einblick:

Entwicklungstrauma sind weit verbreitet und betreffen alle in irgendeiner Form. Es sind überfordernde Erfahrungen aus der Schwangerschaft, Geburt und unserer frühen Kindheit (1.-3. Lebensjahr). In dieser sensiblen, ersten Zeit war unser Nervensystem noch nicht vollständig ausgebildet und daher sehr anfällig auf Überforderung. (z.B. das Kind schreien oder alleine lassen etc. Gewisse Erlebnisse können so schlimm und überwältigend sein, dass wir sie in unserer Psyche abspalten müssen, damit unser Organismus weiter leben kann.) Aus diesen Erfahrungen hat sich unsere individuelle Struktur eines mehr oder weniger flexiblen Nervensystems entwickelt und Hidie Möglichkeit der Selbstregulation. Diese Struktur hat einen grossen Einfluss auf unser gesamtes Leben: wie wir auf Situationen reagieren, wie und ob wir sie verarbeiten und integrieren können. Menschen mit Entwicklungstrauma haben eine kleinere Stresstoleranz und sind anfälliger auf weitere Überforderungen.

Schocktrauma sind einzelne, einschneidende, krasse Erlebnisse.

Generationsübergreifende Trauma kommen aus der Vergangenheit, aus der patriarchalen Epoche, aus familiären, vererbten Themen, Muster und Erziehung: Ahninnen/Ahnen Thematiken.

Dauer Stress: Sexuelle Frustration! Wenn keine Kenntnisse über die weiblichen Bedürfnisse und Anatomie bestehen und diese ausser Acht gelassen werden. Von Mann und Frau!

Frauenthematiken:

  • alles mit Bezug zum Schossraum: Schwangerschaft, Geburt, Mutterschaft
  • Untersuchungen, Operationen, Kaiserschnitt
  • Verhütung, Schwangerschaftsabbruch
  • weiblicher Zyklus (nicht mehr mit diesem inneren Kompass verbunden sein)
  • Be-und Erziehung, Ehe, Herkunfts- und eigene Familie
  • Gewalt, Missbrauch
  • Sexualität
  • Krankheiten

 

Beispiele von Trauma Symptomen :

  • chronische Unruhe/Hyperaktivität
  • grosse Mühe mit Entspannung
  • Konzentrationsmangel
  • Gleichgültigkeit
  • Wutanfälle/erhöhtes Erregungsniveau
  • Schlaflosigkeit
  • grosse Mühe etwas kognitiv zu lernen (z.B. lesen)
  • diffuse Körperwahrnehmung: den Körper oder einzelne Teile nicht spüren
  • chronische, körperliche Verspannungen
  • Beziehungs-Schwierigkeiten
  • Schwierigkeiten in der Sexualität
  • Angst, Panik
  • Krankheiten, Depressionen
  • Süchte: Sport, Rauchen, Essen, Alkohol, Drama

Meine Unterstützung ist eine körperorientierte Begleitung in Form von: Entschleunigung, Körperwahrnehmung, Entspannung, Berührung, bis hin zu sinnlichen Massagen. Ziel dabei ist: dass dein Körper in deiner Präsenz und meiner Begleitung neue Erfahrungen machen kann. Es gibt Angebote mit und ohne Berührung, immer ganz klar kommuniziert und als traumasensible Angebote gekennzeichnet. Ich habe viel Selbsterfahrung und wünsche mir, dass Frauen zu sich kommen und ihren Körper zum eigenen Wohl führen. (Was natürlich nicht heisst, dass wir keine Bedrüfnisse mehr haben, die wir gerne mit anderen liebevoll teilen!)

“ Deine Aufgabe besteht nicht darin, die Liebe zu suchen, sondern in dir selbst alle Schranken zu finden, die du gegen sie/dich aufgerichtet hast.“ Rumi

Meine Arbeit kann und will keine medizinische, psychotherapeutische oder anders notwendige Behandlung ersetzen!